Dieselskandal Daimler: In Großbritannien drohen nun satte Entschädigungszahlungen

erstmalig veröffentlicht: 31.08.2020, letzte Fassung: 24.03.2022

Autoren

Rechtsanwalt

Ulf Böse, Dipl.-Jur.

Nach Deutschland und den USA nimmt nun der Dieselskandal Daimler in Großbritannien Fahrt auf. Experten sprechen vom „höchsten Volumen in der schottischen Rechtsgeschichte“. Auch für betrogene Autofahrer in Deutschland stellt dies eine vielversprechende Größe hinsichtlich einer erfolgreichen Schadensersatzklage im Abgasskandal dar. Für Daimler kann es in Großbritannien jetzt richtig teuer werden.

Im Dieselskandal steht Daimler in Großbritannien vor einer gewaltigen Klagewelle

In unzählige Dieselfahrzeuge wurden illegale Abschalteinrichtungen eingebaut, um die Abgaswerte ohne Wissen der Verbraucher zu manipulieren. Laut aktueller Informationen liegt die Zahl der betroffenen Fahrzeughalter dieser Autos in England und Wales bei rund einer Million. Die mögliche Entschädigungssumme pro Fahrzeug wird auf knapp 10.000 Pfund geschätzt. Wie auch andere Verbraucher erhoffen sich die Betroffenen Schadensersatz vom Stuttgarter Autobauer und wenden sich mit ihrem Anliegen an Verbraucherkanzleien. Nach Informationen der FAZ ist unter anderem auch die börsenorientierte Kanzlei Slater and Gordon aktuell dabei, Sammelklagen für betroffene Mercedes-Fahrer auszuarbeiten.

Wie reagiert Daimler auf den Dieselskandal in Großbritannien?

Daimler reagiert auf den Dieselskandal in Großbritannien und die begonnenen Sammelklagen seitens der Briten unbeeindruckt. Wie in vorherigen Diesel-Verfahren entgegnet Daimler auch hier mit den Worten: „Wir halten die vorgebrachten Ansprüche für unbegründet und werden uns gegen eine Group Action mit allen juristischen Mitteln verteidigen“. Ob die Vorwürfe gegen Daimler bezüglich eines weiteren Dieselskandals in Großbritannien berechtigt sind oder nicht und ob der Ärger um den Dieselskandal damit in die nächste Runde geht, wird sich noch herausstellen.

Fakt ist jedoch, dass das Kraftfahrbundesamt (KBA) Mercedes schon länger beschuldigt, illegale Abschalteinrichtungen, wie beispielsweise Thermofenster und eine Kühlmittel-Solltemperatur-Regelung, in seine Fahrzeuge eingebaut zu haben. Im Daimler Dieselskandal könnte sich nun auch der Verdacht auf eine Manipulation der Fahrzeuge in Großbritannien bewahrheiten und das Fass zum Überlaufen bringen.

Daimler selbst möchte sich zu den Zahlen und möglichen Rückstellungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Die Befürchtungen, die Äußerungen könnten negativ ausgelegt werden und dadurch das Ergebnis des Verfahrens beeinflussen, scheinen zu groß zu sein.

Teure Milliarden-Vergleiche für Daimler im Abgasskandal

Im Diesel-Verfahren einigte sich Daimler erst im August mit Behörden und Verbrauchern auf Milliarden-Vergleiche in den USA. Der Konzern wollte auf diesem Weg sämtliche Klagefälle bezüglich einer Abgasmanipulation umgehen. Vor einer möglichen Zustimmung durch die jeweiligen Behörden und Gerichte möchte Daimler aber auch in dem Fall noch keine Stellung beziehen, da ansonsten der Verdacht eines Schuldeingeständnisses im Raum stehen könnte.

Doch die Intention von Daimler hinter den Milliarden-Vergleichen in den USA interessiert die britischen Kanzleien aktuell reichlich wenig. Für sie ist das Entgegenkommen seitens des Konzerns einzig und allein entscheidend. Denn ein solcher Schritt, auf die Behörden und Verbraucher zu, kann als Chance für weitere Entschädigungen der Mandanten wahrgenommen werden.

Urteil des Bundesgerichtshofs im Abgasskandal Daimler

Am 27. Oktober 2020 wird sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Abschalteinrichtung Thermofenster in Mercedes-Fahrzeugen genauer auseinandersetzen. Wenn der oberste deutsche Gerichtshof diese als illegal einstuft, wird die Entscheidung nicht nur für Daimler im weiteren Verlauf seiner Dieselskandale, sondern auch für die komplette Autoindustrie ausschlaggebend sein.

Auf unserer Themenseite Abgasskandal Mercedes informieren wir Sie über aktuelle Urteile und Entwicklungen im Mercedes Abgasskandal. Dort erhalten Sie ebenfalls hilfreiche Tipps, wie Sie sich gegen den Betrug der Autokonzerne wehren können.

Wie sollten Sie vorgehen, wenn auch Sie vom Daimler Dieselskandal betroffen sind?

Die jüngsten Ereignisse am Beispiel des Daimler Dieselskandals in Großbritannien zeigen, dass sich viele betroffene Fahrzeughalter an Verbraucherkanzleien wenden, um ihre Ansprüche mittels einer Schadensersatzklage geltend zu machen. Sie möchten ihr Geld zurückerstattet bekommen. Wenn auch Sie Besitzer eines Daimler Diesel-Fahrzeugs sind und klären möchten, ob Ihnen eine Entschädigung zusteht, empfehlen wir Ihnen ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch mit einem spezialisierten Anwalt.

Die Verbraucherkanzlei Decker & Böse hat sich auf die Ansprüche von betrogenen Autobesitzern spezialisiert und bereits über 10.000 Mandanten erfolgreich dabei unterstützt, ihre Rechte durchzusetzen. Nutzen Sie die jüngsten Ereignisse als Ihre Chance und kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung! Wir helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie hinsichtlich Ihrer rechtlichen Möglichkeiten.

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