Verbraucherrecht

Verbraucherrecht

erstmalig veröffentlicht: 19.04.2022, letzte Fassung: 23.06.2022

 

Das Verbraucherrecht ist das Recht des Verbrauchers. Es regelt die rechtlichen Beziehungen zwischen Verbraucher und Unternehmer und wird  immer dann herangezogen, wenn ein Kunde eine Meinungsverschiedenheit beziehungsweise ein Problem mit einem Unternehmen/Unternehmer hat.

Als Verbraucher werden natürliche Personen definiert, die ausschließich zu privaten Zwecken handeln. Dem "Verbraucher" steht regelmäßig "Unternehmer" gegenüber. Unternehmer handeln im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit, mithin nicht privat. Bei Aufeinandertreffen von Unternehmer und Verbraucher können zahlreiche rechtliche Streitigkeiten auftreten, die das Verbraucherrecht zu lösen versucht. 

Das Verbraucherrecht geht davon aus, dass der private Kunde sich in einer schwächeren Position als der Unternehmer befindet. Denn der Kunde der privat handelt, kennt oftmals seine Rechte nur begrenzt. Das liegt zum einem in der fehlenden Fachkenntnis und zum anderen in der, in Hinlick auf den Unternehmer, fehlenden Erfahrung. Aus diesem Grund stellt das Verbraucherrecht dem Verbraucher Schutzvorschriften zur Verfügung, die dafür sorgen sollen, dass der Verbrucher als Kunde nicht benachteiligt wird. Diese Vorschriften schränken die Privatautonomie derjenigen Personen ein, die an einem Rechtsgeschäft beteiligt sind. 

Demgegenüber versucht der Verbraucherschutz, die Probleme, die entstehen könnten, bereits im Vorfeld zu lösen, indem es, insbesondere Verbraucher und die Öffentlichkeit über auftretende Änderungen im Verbraucherrecht umfassend informiert. Hierzu wurde eine Verraucherzentrale und zahlreiche Verbraucherschutzorganisationen geschaffen, an die sich Verraucher wenden können. Dazu gehört insbesondere das "Bundesministerium der Justiz für Verbraucherschutz" (BMJV), das die größte Verbraucherschutzzentrale, unter den existierenden Vebraucherverbänden in Deutschland darstellt.

 

 

Anwälte

1037 Anwälte, die zum Verbraucherrecht beraten.

Rechtsanwalt Roland Czaikowski | Fachanwalt für Verkehrsrecht

Verkehrsrecht

Rechtsanwaltskanzlei für das Verkehrsrecht

Rechtsanwältin Hagendorff | Fachanwältin für Informationstechnologierecht


Kollegin und Partner in Sachen IT-Verträge, AGB, Markenanmeldung und Datenschutzrecht

Bartels + Simonis

ArbeitsrechtGewerblicher Rechtsschutz

Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft
DeutschEnglisch

Artikel

Artikel schreiben

21 relevante Artikel zu diesem Rechtsgebiet

Zivilrecht: Anspruch auf Ersatzlieferung trotz nachträglicher Mangelbehebung

14.09.2017

Ein Autokäufer, dessen mangelhaft war, kann einen Anspruch auf Neulieferung haben, obwohl der Fehler möglicherweise behoben wurde, nachdem der Käufer die Neulieferung verlangt hatte.

Verbraucherrecht: Der beste Freund des Menschen – Haftungsfragen und Rechte beim Tierkauf

25.03.2019

Hafte ich für die Schäden, die mein Hund anrichtet oder übernimmt das die Versicherung? Und was mache ich, wenn ein von mir verkaufter Welpe kurz nach dem Verkauf plötzlich krank wird? Hier erfahren Sie, was Sie selber zahlen müssen und wie Sie als Hundebesitzer alles richtig machen – BSP Rechtsanwälte – Anwalt für Privatrecht Berlin

BGH Urteile VW-Abgasskandal – Warum Sie JETZT klagen sollten

von Rechtsanwalt Ulf Böse, Dipl.-Jur., Decker & Böse Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
03.08.2020

Ende Juli 2020 verhandelte der Bundesgerichtshof (BGH) vier weitere Klagen im https://www.db-anwaelte.de/glossar-verbraucherrecht/abgasskandal-vw/ gegen den https://www.db-anwaelte.de/anwalt/dieselskandal/vw-abgasskandal/ Konzern. In Pressemitteilung

Dieselskandal Daimler: In Großbritannien drohen nun satte Entschädigungszahlungen

von Rechtsanwalt Ulf Böse, Dipl.-Jur., Decker & Böse Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
31.08.2020

Nach Deutschland und den USA nimmt nun der Dieselskandal Daimler in Großbritannien Fahrt auf. Experten sprechen vom „höchsten Volumen in der schottischen Rechtsgeschichte“. Auch für betrogene Autofahrer in Deutschland stellt dies eine vielversprechen

Amtsgericht Papenburg: Fitnessstudiomitglieder können Beiträge zurückfordern!

12.05.2021

Nachdem das Amtsgericht Papenburg Ende des Jahres 2020 entschieden hat, dass die coroabedingte staatliche Schließanordnungen keinen Wegfall der Geschäftsgrundlage gem. § 313 BGB begründen und Fitnessstudiomitglieder ihre während des Lockdown eingezogenen Beiträge zurückverlangen können, hat der BGH sich nun auch zugunsten der Verbraucher geäußert und diese Entscheidung mit Urteil vom 04.05.2022 bestätigt (BGH, 04.05.2022 - XII ZR 64/21).