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Rechtsfragen

Erbrecht

Gesetzliche Erbfolge, Testament, Pflichtteil, Erbausschlagung und Erbschein — die maßgeblichen Vorschriften des BGB.

Innerhalb welcher Frist muss eine Erbschaft ausgeschlagen werden?

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Die Ausschlagung einer Erbschaft kann nach § 1944 Abs. 1 BGB nur binnen sechs Wochen erfolgen. Die Frist beginnt gemäß § 1944 Abs. 2 S. 1 BGB mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt. Hatte der Erblasser seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland oder hält sich der Erbe bei Fristbeginn im Ausland auf, beträgt die Frist sechs Monate (§ 1944 Abs. 3 BGB).

Einschlägige Normen

Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.

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Ausschlagungsfrist berechnen: Fristende nach § 1944 BGB ↗

Wer ist pflichtteilsberechtigt und wie hoch ist der gesetzliche Pflichtteil?

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Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, kann er nach § 2303 Abs. 1 S. 1 BGB von dem Erben den Pflichtteil verlangen. Der Pflichtteil besteht gemäß § 2303 Abs. 1 S. 2 BGB in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Dasselbe Recht steht nach § 2303 Abs. 2 S. 1 BGB den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen ausgeschlossen sind.

Einschlägige Normen

  • § 2303 BGB — Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils
  • § 2303 BGB — Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils

Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.

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Pflichtteil: Höhe schätzen und Verjährung prüfen ↗

Welche Formvorschriften gelten für ein eigenhändiges Testament?

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Der Erblasser kann ein Testament nach § 2247 Abs. 1 BGB durch eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung errichten. Gemäß § 2247 Abs. 2 BGB soll der Erblasser in der Erklärung angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er sie niedergeschrieben hat. Die Unterschrift soll nach § 2247 Abs. 3 S. 1 BGB den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten.

Einschlägige Norm

Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.

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Testament formwirksam? Handschrift-Check (Paragraf 2247 BGB) ↗

Welche Auskunftsansprüche hat der Pflichtteilsberechtigte gegen den Erben?

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Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, hat ihm der Erbe nach § 2314 Abs. 1 S. 1 BGB auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen. Der Pflichtteilsberechtigte kann gemäß § 2314 Abs. 1 S. 2 BGB verlangen, dass er bei der Aufnahme des ihm nach § 260 BGB vorzulegenden Verzeichnisses zugezogen und dass der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird. Die Kosten fallen nach § 2314 Abs. 2 BGB dem Nachlass zur Last.

Einschlägige Norm

Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.

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Pflichtteil-Auskunft-Check ↗

Wann werden Schenkungen des Erblassers beim Pflichtteilergänzungsanspruch berücksichtigt?

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Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, kann der Pflichtteilsberechtigte nach § 2325 Abs. 1 BGB als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird. Gemäß § 2325 Abs. 3 S. 1 BGB wird die Schenkung im ersten Jahr vor dem Erbfall voll, in jedem weiteren Jahr um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt; nach zehn Jahren bleibt sie unberücksichtigt (§ 2325 Abs. 3 S. 2 BGB).

Einschlägige Normen

  • § 2325 BGB — Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen
  • § 2325 BGB — Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen

Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.

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Pflichtteilsergaenzung: 10-Jahres-Abschmelzung (Paragraf 2325 BGB) ↗

Welche Funktion hat der Erbschein und welches Gericht stellt ihn aus?

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Das Nachlassgericht hat dem Erben auf Antrag ein Zeugnis über sein Erbrecht und, wenn er nur zu einem Teil der Erbschaft berufen ist, über die Größe des Erbteils (Erbschein) zu erteilen (§ 2353 BGB). Nach § 2365 BGB wird vermutet, dass demjenigen, welcher in dem Erbschein als Erbe bezeichnet ist, das in dem Erbschein angegebene Erbrecht zustehe und dass er nicht durch andere als die angegebenen Anordnungen beschränkt sei.

Einschlägige Normen

  • § 2353 BGB — Zuständigkeit des Nachlassgerichts, Antrag
  • § 2365 BGB — Vermutung der Richtigkeit des Erbscheins

Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.

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Erbschein: Wann ist er nötig – und was kostet er? ↗