Rechtsfragen
Gesellschafts- & Handelsrecht
Stammkapital der GmbH, Geschäftsführerhaftung, kaufmännische Rügepflicht und Handelsregister — die Vorschriften aus GmbHG, HGB und AktG.
Wie hoch ist das gesetzliche Mindeststammkapital einer GmbH und einer UG (haftungsbeschränkt)?
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Das Stammkapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung muss nach § 5 Abs. 1 GmbHG mindestens 25.000 Euro betragen. Eine Gesellschaft, die mit einem Stammkapital gegründet wird, das hinter diesem Mindeststammkapital zurückbleibt, muss gemäß § 5a Abs. 1 GmbHG in der Firma abweichend von § 4 GmbHG die Bezeichnung „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „UG (haftungsbeschränkt)“ führen; Sacheinlagen sind bei ihr ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 S. 2 GmbHG).
Einschlägige Normen
- § 5 GmbHG — Stammkapital; Geschäftsanteil
- § 5a GmbHG — Unternehmergesellschaft
Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.
Nach welchem Maßstab haften GmbH-Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft?
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Die Geschäftsführer haben in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden (§ 43 Abs. 1 GmbHG). Geschäftsführer, welche ihre Obliegenheiten verletzen, haften der Gesellschaft nach § 43 Abs. 2 GmbHG solidarisch für den entstandenen Schaden. Die Ansprüche aus diesen Bestimmungen verjähren gemäß § 43 Abs. 4 GmbHG in fünf Jahren.
Einschlägige Normen
- § 43 GmbHG — Haftung der Geschäftsführer
- § 43 GmbHG — Haftung der Geschäftsführer
Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.
Was besagt die kaufmännische Untersuchungs- und Rügepflicht beim Handelskauf?
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Ist der Kauf für beide Teile ein Handelsgeschäft, so hat der Käufer die Ware nach § 377 Abs. 1 HGB unverzüglich nach der Ablieferung durch den Verkäufer, soweit dies nach ordnungsmäßigem Geschäftsgange tunlich ist, zu untersuchen und, wenn sich ein Mangel zeigt, dem Verkäufer unverzüglich Anzeige zu machen. Unterlässt der Käufer die Anzeige, so gilt die Ware gemäß § 377 Abs. 2 HGB als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war.
Einschlägige Normen
Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.
Wann kann der Geschäftsführer einer GmbH abberufen werden?
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Die Bestellung der Geschäftsführer ist nach § 38 Abs. 1 GmbHG zu jeder Zeit widerruflich, unbeschadet der Entschädigungsansprüche aus bestehenden Verträgen. Im Gesellschaftsvertrag kann die Zulässigkeit des Widerrufs gemäß § 38 Abs. 2 S. 1 GmbHG auf den Fall beschränkt werden, dass wichtige Gründe denselben notwendig machen; als solche Gründe gelten nach § 38 Abs. 2 S. 2 GmbHG insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung.
Einschlägige Normen
- § 38 GmbHG — Widerruf der Bestellung
- § 38 GmbHG — Widerruf der Bestellung
Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.
Wer gilt nach dem Handelsgesetzbuch als Kaufmann?
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Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs ist nach § 1 Abs. 1 HGB, wer ein Handelsgewerbe betreibt. Handelsgewerbe ist gemäß § 1 Abs. 2 HGB jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, dass das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert. Die Vorschriften über Kaufleute finden nach § 6 Abs. 1 HGB auch auf die Handelsgesellschaften Anwendung.
Einschlägige Normen
Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.
Welchen Umfang hat die Prokura im Handelsverkehr?
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Die Prokura ermächtigt nach § 49 Abs. 1 HGB zu allen Arten von gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines Handelsgewerbes mit sich bringt. Zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken ist der Prokurist gemäß § 49 Abs. 2 HGB nur ermächtigt, wenn ihm diese Befugnis besonders erteilt ist. Eine Beschränkung des Umfangs der Prokura ist Dritten gegenüber nach § 50 Abs. 1 HGB unwirksam.
Einschlägige Normen
Maschinell geprüft am 14.10.2026. Maßgeblich bleibt der amtliche Normtext.