Bilanzrecht

28.07.2021
beiRechtsanwalt Dirk Streifler - Partner

Das Bilanzrecht regelt die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses, vor allem aber die Buchführung und die Aufstellung von Bilanzen.

Jeder Kaufmann i.S. des Handelsgesetzbuches ist verpflichtet, Bücher zu führen und so die Lage seines Vermögens ersichtlich zu machen (vgl. § 238 HGB). Bei einer Bilanz handelt es sich um eine Gegenüberstellung von Einnahmen (Aktiva) und Ausgaben (Passiva).

Die betriebswirtschaftliche Handelsbilanz ist im Handelsgesetzbuch (§§ 238 - 335 HGB) geregelt. Hierdurch wird der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens gemessen. Sie wird am Schluss eines jeweiligen Geschäftsjahres aufgestellt und erfolgt nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Hiervon ist die steuerrechtliche Bilanz zu unterscheiden. Gewerbetreibende, die Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen, haben mittels einer steuerrechtlichen Bilanz das Betriebsvermögen festzustellen. Die steuerrechtliche Bilanz dient der Ermittlung der objektiven wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wonach sich wiederum die Steuerpflicht bemisst (vgl. § 5 EStG).

Autor:in

Rechtsanwalt Dirk Streifler - Partner


Wirtschaftsrecht / Existenzgründung / Insolvenzrecht / Gesellschaftsrecht / Strafrecht
EnglischDeutsch

Anwälte

349 Anwälte, die zum Bilanzrecht beraten.

KrJa Rechtsanwälte für Digital- und Wirtschaftsrecht


Rechtsberatung für Unternehmen
2 Anwälte

AKP Achilles Bosse Fassin & Partner


Die Kanzlei AKP Achilles Bosse Fassin & Partner berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Appelhagen Rechtsanwälte Steuerberater PartGmbB


Die Kanzlei Appelhagen Rechtsanwälte Steuerberater PartGmbB berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Andrespartner Partnerschaft mbB


Die Kanzlei Andrespartner Partnerschaft mbB berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Anwaltskanzlei Niklas | Rechtsanwalt, Franchising, Mietrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht


Die Kanzlei Anwaltskanzlei Niklas | Rechtsanwalt, Franchising, Mietrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Anwaltskanzlei Rauh


Die Kanzlei Anwaltskanzlei Rauh berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Albert & Apfel & Lillig Rechtsanwälte


Die Kanzlei Albert & Apfel & Lillig Rechtsanwälte berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Awpr & Apel Weber & Partner Rechtsanwälte & Dortmund


Die Kanzlei Awpr & Apel Weber & Partner Rechtsanwälte & Dortmund berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

BB Bernhard-Eckel Barenhoff Notare Rechtsanwälte


Die Kanzlei BB Bernhard-Eckel Barenhoff Notare Rechtsanwälte berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Beisse & Rath Partnerschaft von Rechsanwälten mbB


Die Kanzlei Beisse & Rath Partnerschaft von Rechsanwälten mbB berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Bender Harrer Krevet Rechtsanwälte Partnerschaft mbB


Die Kanzlei Bender Harrer Krevet Rechtsanwälte Partnerschaft mbB berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

MerlekerPartner Rechtsanwälte PartG mbB


Die Kanzlei MerlekerPartner Rechtsanwälte PartG mbB berät Sie zu allen Fragen ums Bilanzrecht.

Steuerberater

2 Steuerberater, die zum Bilanzrecht beraten.

Kurzynski Klose Grüneberg Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft


Ihr Steuerberater im Südwesten Berlins

VOELKER & Partner Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater mbB


Regional. International. Erstklassig.
44 Anwälte

Wirtschaftsprüfer

1 Wirtschaftsprüfer, die zum Bilanzrecht beraten.

VOELKER & Partner Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater mbB


Regional. International. Erstklassig.
44 Anwälte

Referenzen

Bilanzrecht

beiRechtsanwalt Dirk Streifler - Partner

(1) 1Bei Gewerbetreibenden, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen, oder die ohne eine solche Verpflichtung Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen, ist für den Schluss des Wirtschaftsjahres das Betriebsvermögen anzusetzen (§ 4 Absatz 1 Satz 1), das nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung auszuweisen ist, es sei denn, im Rahmen der Ausübung eines steuerlichen Wahlrechts wird oder wurde ein anderer Ansatz gewählt. 2Voraussetzung für die Ausübung steuerlicher Wahlrechte ist, dass die Wirtschaftsgüter, die nicht mit dem handelsrechtlich maßgeblichen Wert in der steuerlichen Gewinnermittlung ausgewiesen werden, in besondere, laufend zu führende Verzeichnisse aufgenommen werden. 3In den Verzeichnissen sind der Tag der Anschaffung oder Herstellung, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die Vorschrift des ausgeübten steuerlichen Wahlrechts und die vorgenommenen Abschreibungen nachzuweisen.

(1a) 1Posten der Aktivseite dürfen nicht mit Posten der Passivseite verrechnet werden. 2Die Ergebnisse der in der handelsrechtlichen Rechnungslegung zur Absicherung finanzwirtschaftlicher Risiken gebildeten Bewertungseinheiten sind auch für die steuerliche Gewinnermittlung maßgeblich.

(2) Für immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist ein Aktivposten nur anzusetzen, wenn sie entgeltlich erworben wurden.

(2a) Für Verpflichtungen, die nur zu erfüllen sind, soweit künftig Einnahmen oder Gewinne anfallen, sind Verbindlichkeiten oder Rückstellungen erst anzusetzen, wenn die Einnahmen oder Gewinne angefallen sind.

(3) 1Rückstellungen wegen Verletzung fremder Patent-, Urheber- oder ähnlicher Schutzrechte dürfen erst gebildet werden, wenn

1.
der Rechtsinhaber Ansprüche wegen der Rechtsverletzung geltend gemacht hat oder
2.
mit einer Inanspruchnahme wegen der Rechtsverletzung ernsthaft zu rechnen ist.
2Eine nach Satz 1 Nummer 2 gebildete Rückstellung ist spätestens in der Bilanz des dritten auf ihre erstmalige Bildung folgenden Wirtschaftsjahres gewinnerhöhend aufzulösen, wenn Ansprüche nicht geltend gemacht worden sind.

(4) Rückstellungen für die Verpflichtung zu einer Zuwendung anlässlich eines Dienstjubiläums dürfen nur gebildet werden, wenn das Dienstverhältnis mindestens zehn Jahre bestanden hat, das Dienstjubiläum das Bestehen eines Dienstverhältnisses von mindestens 15 Jahren voraussetzt, die Zusage schriftlich erteilt ist und soweit der Zuwendungsberechtigte seine Anwartschaft nach dem 31. Dezember 1992 erwirbt.

(4a) 1Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften dürfen nicht gebildet werden. 2Das gilt nicht für Ergebnisse nach Absatz 1a Satz 2.

(4b) 1Rückstellungen für Aufwendungen, die in künftigen Wirtschaftsjahren als Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts zu aktivieren sind, dürfen nicht gebildet werden. 2Rückstellungen für die Verpflichtung zur schadlosen Verwertung radioaktiver Reststoffe sowie ausgebauter oder abgebauter radioaktiver Anlagenteile dürfen nicht gebildet werden, soweit Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bearbeitung oder Verarbeitung von Kernbrennstoffen stehen, die aus der Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe gewonnen worden sind und keine radioaktiven Abfälle darstellen.

(5) 1Als Rechnungsabgrenzungsposten sind nur anzusetzen

1.
auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen;
2.
auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
2Auf der Aktivseite sind ferner anzusetzen
1.
als Aufwand berücksichtigte Zölle und Verbrauchsteuern, soweit sie auf am Abschlussstichtag auszuweisende Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens entfallen,
2.
als Aufwand berücksichtigte Umsatzsteuer auf am Abschlussstichtag auszuweisende Anzahlungen.

(6) Die Vorschriften über die Entnahmen und die Einlagen, über die Zulässigkeit der Bilanzänderung, über die Betriebsausgaben, über die Bewertung und über die Absetzung für Abnutzung oder Substanzverringerung sind zu befolgen.

(7) 1Übernommene Verpflichtungen, die beim ursprünglich Verpflichteten Ansatzverboten, -beschränkungen oder Bewertungsvorbehalten unterlegen haben, sind zu den auf die Übernahme folgenden Abschlussstichtagen bei dem Übernehmer und dessen Rechtsnachfolger so zu bilanzieren, wie sie beim ursprünglich Verpflichteten ohne Übernahme zu bilanzieren wären. 2Dies gilt in Fällen des Schuldbeitritts oder der Erfüllungsübernahme mit vollständiger oder teilweiser Schuldfreistellung für die sich aus diesem Rechtsgeschäft ergebenden Verpflichtungen sinngemäß. 3Satz 1 ist für den Erwerb eines Mitunternehmeranteils entsprechend anzuwenden. 4Wird eine Pensionsverpflichtung unter gleichzeitiger Übernahme von Vermögenswerten gegenüber einem Arbeitnehmer übernommen, der bisher in einem anderen Unternehmen tätig war, ist Satz 1 mit der Maßgabe anzuwenden, dass bei der Ermittlung des Teilwertes der Verpflichtung der Jahresbetrag nach § 6a Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 so zu bemessen ist, dass zu Beginn des Wirtschaftsjahres der Übernahme der Barwert der Jahresbeträge zusammen mit den übernommenen Vermögenswerten gleich dem Barwert der künftigen Pensionsleistungen ist; dabei darf sich kein negativer Jahresbetrag ergeben. 5Für einen Gewinn, der sich aus der Anwendung der Sätze 1 bis 3 ergibt, kann jeweils in Höhe von vierzehn Fünfzehntel eine gewinnmindernde Rücklage gebildet werden, die in den folgenden 14 Wirtschaftsjahren jeweils mit mindestens einem Vierzehntel gewinnerhöhend aufzulösen ist (Auflösungszeitraum). 6Besteht eine Verpflichtung, für die eine Rücklage gebildet wurde, bereits vor Ablauf des maßgebenden Auflösungszeitraums nicht mehr, ist die insoweit verbleibende Rücklage erhöhend aufzulösen.

(1) Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen. Die Buchführung muß so beschaffen sein, daß sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.

(2) Der Kaufmann ist verpflichtet, eine mit der Urschrift übereinstimmende Wiedergabe der abgesandten Handelsbriefe (Kopie, Abdruck, Abschrift oder sonstige Wiedergabe des Wortlauts auf einem Schrift-, Bild- oder anderen Datenträger) zurückzubehalten.