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Rechtsgebiet

Heimvertrag

62 Schlüsselnormen · 5 Urteile im Überblick

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Der Heimvertrag bildet die zivilrechtliche Grundlage für die Aufnahme und Versorgung einer pflegebedürftigen Person in einer stationären Einrichtung. Da Heimbewohner hochgradig schutzbedürftig sind, unterliegt dieser Vertrag strengen gesetzlichen Regelungen.

Die maßgeblichen Vorschriften finden sich im Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG). Der Vertrag ist ein typengemischter Vertrag (Miete, Dienstleistung, Pflege). Gemäß § 3 WBVG hat der Heimträger den Verbraucher bereits vor Vertragsschluss umfassend und in Textform über die Leistungen und Entgelte zu informieren. Der eigentliche Heimvertrag muss anschließend schriftlich geschlossen werden (§ 6 WBVG).

Besondere Schutzvorschriften existieren für Kündigungen. Dem Heimbewohner steht ein gesetzliches Kündigungsrecht ohne Angabe von Gründen (spätestens am 3. Werktag eines Monats zum Monatsende) zu. Der Heimträger hingegen darf den Vertrag nach § 12 WBVG nur aus wichtigem Grund kündigen (etwa bei erheblichem Zahlungsverzug oder wenn die Einrichtung die benötigte Pflege objektiv nicht mehr erbringen kann).

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Rechtsanwalt Dirk Streifler

Wird der frühere Haushalt wegen der Heimunterbringung aufgelöst, werden die Aufwendungen um eine Haushaltsersparnis gemindert. Weiterlesen ›

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Zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gehören häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe und nun auch Kurzzeitpflege. Weiterlesen ›

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Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle entschieden. Das Nachlassgericht (Amtsgericht) hatte einen Nachlasspfleger bestellt, der die Pflegschaft berufsmäßig ausübte. Weiterlesen ›

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Für dieses Unterthema zeigen wir die Inhalte des übergeordneten Gebiets „Pflege- und Betreuungsrecht“.

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VerbraucherrechtKündigung des Heimvertrags: was der Träger einhalten muss — und was Sie rügen können (§ 12 WBVG)Der Träger kann den Wohn- und Betreuungsvertrag nur aus wichtigem Grund kündigen, schriftlich und begründet. Daneben stehen zwei Vorläufe und eine Schonfristzahlung, die regelmäßig übersehen werden. Die App prüft, was sich ohne Wertung belegen lässt, zeigt jeden Punkt einzeln mit seinem Stand und schreibt den Widerspruch.
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Häufige Rechtsfragen im Bereich Heimvertrag

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Unter welchen Voraussetzungen bestellt das Betreuungsgericht einen rechtlichen Betreuer?

Kann ein Volljähriger seine Angelegenheiten ganz oder teilweise rechtlich nicht besorgen und beruht dies auf einer Krankheit oder Behinderung, so bestellt das Betreuungsgericht für ihn nach § 1814 Abs. 1 BGB einen rechtlichen Betreuer. Gegen den freien Willen des Volljährigen darf ein Betreuer gemäß § 1814 Abs. 2 BGB nicht bestellt werden; zudem darf ein Betreuer nach § 1814 Abs. 3 S. 1 BGB nur bestellt werden, wenn dies erforderlich ist, also insbesondere keine ausreichende Vorsorgevollmacht vorliegt (§ 1814 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 BGB).

Wie werden Pflegebedürftige in die fünf Pflegegrade eingestuft?

Pflegebedürftige erhalten nach der Schwere der Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten gemäß § 15 Abs. 1 S. 1 SGB XI einen Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad), der mit Hilfe eines pflegefachlich begründeten Begutachtungsinstruments ermittelt wird. Nach § 15 Abs. 3 S. 4 SGB XI erfolgt die Einstufung anhand der Gesamtpunkte in Pflegegrad 1 (ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkten) bis hin zu Pflegegrad 5 (ab 90 bis 100 Gesamtpunkten).

Wann besteht Anspruch auf Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen?

Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 können nach § 37 Abs. 1 S. 1 SGB XI statt häuslicher Pflegehilfe ein Pflegegeld beantragen. Der Anspruch setzt gemäß § 37 Abs. 1 S. 2 SGB XI voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld dessen Umfang entsprechend die erforderlichen körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sowie Hilfen bei der Haushaltsführung in geeigneter Weise selbst sicherstellt.

Welche Kündigungsfristen gelten für den Bewohner bei einem Heimvertrag nach dem WBVG?

Der Verbraucher kann den Wohn- und Betreuungsvertrag nach § 11 Abs. 1 S. 1 WBVG spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf desselben Monats schriftlich kündigen. Innerhalb von zwei Wochen nach Beginn des Vertragsverhältnisses kann der Verbraucher gemäß § 11 Abs. 2 S. 1 WBVG jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen; wird ihm erst nach Beginn eine Ausfertigung des Vertrags ausgehändigt, läuft die Frist ab Aushändigung (§ 11 Abs. 2 S. 2 WBVG).

Was ist eine Patientenverfügung und welche Form erfordert sie?

Hat ein einwilligungsfähiger Volljähriger für den Fall seiner Einwilligungsunfähigkeit schriftlich festgelegt, ob er in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen seines Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt (Patientenverfügung), prüft der Betreuer oder Bevollmächtigte nach § 1827 Abs. 1 S. 1 BGB, ob diese Festlegungen auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen. Ist dies der Fall, hat er gemäß § 1827 Abs. 1 S. 2 BGB dem Willen des Betreuten Ausdruck und Geltung zu verschaffen.

Rechtslexikon: Wichtige Begriffe im Heimvertrag

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