Steuerberatungsgesetz - StBerG | § 148 Kostenpflicht des Verurteilten

(1) Dem Steuerberater oder Steuerbevollmächtigten, der in dem berufsgerichtlichen Verfahren verurteilt wird, sind zugleich die in dem Verfahren entstandenen Kosten ganz oder teilweise aufzuerlegen. Dasselbe gilt, wenn das berufsgerichtliche Verfahren wegen Erlöschens, Rücknahme oder Widerruf der Bestellung eingestellt wird und nach dem Ergebnis des bisherigen Verfahrens die Verhängung einer berufsgerichtlichen Maßnahme gerechtfertigt gewesen wäre; zu den Kosten des berufsgerichtlichen Verfahrens gehören in diesem Fall auch diejenigen, die in einem anschließenden Verfahren zum Zwecke der Beweissicherung (§§ 132 und 133) entstehen.

(2) Dem Steuerberater oder Steuerbevollmächtigten, der in dem berufsgerichtlichen Verfahren ein Rechtsmittel zurückgenommen oder ohne Erfolg eingelegt hat, sind zugleich die durch dieses Verfahren entstandenen Kosten aufzuerlegen. Hatte das Rechtsmittel teilweise Erfolg, so kann dem Steuerberater oder Steuerbevollmächtigten ein angemessener Teil dieser Kosten auferlegt werden.

(3) Für die Kosten, die durch einen Antrag auf Wiederaufnahme des durch ein rechtskräftiges Urteil abgeschlossenen Verfahrens verursacht worden sind, ist Absatz 2 entsprechend anzuwenden.

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Referenzen - Gesetze | § 148 StBerG

§ 148 StBerG zitiert oder wird zitiert von 3 §§.

§ 148 StBerG wird zitiert von 1 anderen §§ im Steuerberatungsgesetz.

Steuerberatungsgesetz - StBerG | § 149 Kostenpflicht in dem Verfahren bei Anträgen auf berufsgerichtliche Entscheidung über die Rüge


(1) Wird der Antrag auf berufsgerichtliche Entscheidung über die Rüge als unbegründet zurückgewiesen, so ist § 148 Abs. 1 Satz 1 entsprechend anzuwenden. Stellt das Landgericht fest, daß die Rüge wegen der Verhängung einer berufsgerichtlichen Maßnahm
§ 148 StBerG zitiert 2 andere §§ aus dem Steuerberatungsgesetz.

Steuerberatungsgesetz - StBerG | § 133 Verfahren


(1) Die Kammer für Steuerberater- und Steuerbevollmächtigtensachen beim Landgericht hat von Amts wegen alle Beweise zu erheben, die eine Entscheidung darüber begründen können, ob das eingestellte Verfahren zur Ausschließung aus dem Beruf geführt hätt

Steuerberatungsgesetz - StBerG | § 132 Anordnung der Beweissicherung


(1) Wird ein berufsgerichtliches Verfahren gegen den Steuerberater oder Steuerbevollmächtigten eingestellt, weil seine Bestellung erloschen, zurückgenommen oder widerrufen ist, so kann in der Entscheidung zugleich auf Antrag der Staatsanwaltschaft di

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10 Urteil(e) in unserer Datenbank zitieren § 148 StBerG.

Landgericht München I Urteil, 27. Mai 2015 - StL 10/14

bei uns veröffentlicht am 27.05.2015

Tenor 1. Der Steuerberater ... schuldhaft seine Berufspfiicht verletzt und wird deshalb zu einem Verweis und einer Geldbuße in Höhe von 3.000,- Euro verurteilt. 2. Der Betroffene hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. Gründe (abgekürzt gemäß

Landgericht Nürnberg-Fürth Urteil, 02. Dez. 2016 - 1 StL 14/16

bei uns veröffentlicht am 02.12.2016

Tenor I. Die Betroffene ist schuldig der schuldhaften Verletzung allgemeiner Berufspflichten. II. Ihr wird deshalb ein Berufsverbot für die Dauer von einem Jahr erteilt. III. Die Betroffene trägt die Kosten des Verfahrens und ihre eigenen notwend

Oberlandesgericht Düsseldorf Urteil, 13. Jan. 2015 - VIII-1 StO 1/14

bei uns veröffentlicht am 13.01.2015

Tenor Die Berufung des Berufsangehörigen wird auf seine Kosten verworfen. Die Revision wird zugelassen. 12G r ü n d e : 3Die Generalstaatsanwaltschaft hat dem Berufsangehörigen mit Anschuldigungsschrift vom 3. Februar 2014 zur Last gelegt, seine

Landgericht Freiburg Urteil, 09. Mai 2014 - StL 4/13; StL 4/13 - 3 StV 10/13

bei uns veröffentlicht am 09.05.2014

Tenor 1. Dem Steuerberater wird wegen schuldhafter Verletzung seiner beruflichen Pflichten ein Verweis erteilt. Ferner wird gegen ihn eine Geldbuße in Höhe von 8000.- Euro verhängt. 2. Der Steuerberater hat die Kost