Landgericht Mannheim Urteil, 23. Feb. 2007 - 7 O 276/06

bei uns veröffentlicht am23.02.2007

Tenor

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Klägerin trägt die Kosten des Rechtsstreits.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Die Klägerin kann die Vollstreckung gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 120 % des auf Grund dieses Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die Beklagte vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 120 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

Tatbestand

 
Die Klägerin beansprucht von der Beklagten Schadensersatz wegen einer unberechtigten Schutzrechtsverwarnung. Sie macht als Schaden ihre Rechtsverteidigungskosten geltend, die sie aus einem Streitwert in Höhe von 200.000,00 EUR mit einer 1,3-fachen Geschäftsgebühr und einer 1,5-fachen Einigungsgebühr (Anlage K 7) berechnet.
Die Klägerin ist Herstellerin von mikrochirurgischen Instrumenten. Die Beklagte ist Inhaberin eines Gebrauchsmusters und wandte sich an die Klägerin mit Schreiben ihrer Patentanwälte vom 23.11.2005 (Anlage K 2). Dieses Schreiben lautete wie folgt:
„wegen Gebrauchsmusterverletzung.
Sehr geehrter Herr A.,
wir beraten und vertreten die F. AG und die F.I. GmbH ..., auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes.
Namens und im Auftrag unserer Mandantin wenden wir uns in folgender Angelegenheit an Sie.
Unsere Mandantin, die F. AG ist Inhaberin des deutschen Gebrauchsmusters .... Zu Ihrer Information fügen wir eine Kopie der Gebrauchsmusterschrift bei. Weiter fügen wir einen Auszug aus dem Patent- und Gebrauchsmusterregister des deutschen Patent- und Markenamtes vom 18.11.2005 bei, aus welchem Sie ersehen können, dass dieses Gebrauchsmuster in Kraft ist und dass die F. AG Inhaberin dieses Gebrauchsmusters ist.
Das Gebrauchsmuster ... schützt chirurgische Instrumente, die mit aufgedampften Metall-Nitrid beschichtet sind. Insbesondere schützt dieses Gebrauchsmuster gemäß seinem Schutzanspruch 3 solche Instrumente, bei denen die aufgedampfte Beschichtung Titan- und/oder Chrom- und Aluminium-Nitrid aufweist.
Unsere Mandantin stellte fest, dass Sie auf der MEDICA 2005 in Düsseldorf Mikroinstrumente, insbesondere Mikroscheren, -pinzetten und -nadelhalter ausgestellt und als Neuheit angepriesen hatten, die nicht nur mit den entsprechenden Mikroinstrumenten unserer Mandantin übereinstimmen, sondern die insbesondere auch die durch das oben genannte Gebrauchsmuster für unsere Mandantin geschützte Beschichtung aufweisen.
Da Sie mit diesen Mikroinstrumenten in das Schutzrecht unserer Mandantin eingreifen, haben wir Sie aufzufordern, uns bis spätestens zum 15. Dezember 2005
mitzuteilen, aus welchen Gründen Sie sich für berechtigt halten, das Schutzrecht unserer Mandantin nicht beachten zu müssen.“
10 
Zwischen den Parteien ist nicht im Streit, dass die angegriffenen mikrochirurgischen Instrumente von den Merkmalen des Gebrauchsmusters der Beklagten Gebrauch machen. Zwischen den Parteien ist der Rechtsbestand des Gebrauchsmuster im Streit. Auf die weiteren Anwaltsschreiben in Anlagen K 5 bis K 9 wird verwiesen. Zur Streitbeilegung räumte die Beklagte der Klägerin eine Freilizenz ein.
11 
Die Klägerin trägt vor, das Gebrauchsmuster sei löschungsreif und die Verwarnung mit Schreiben vom 23.11.2005 daher unberechtigt. Sie meint, bei dem Schreiben vom 23.11.2005 handele es sich um eine Verwarnung und nicht um ein bloßes Berechtigungsschreiben. Dies zeige sich bereits in dem Betreff „wegen Gebrauchsmusterverletzung“. Das Schreiben stelle keine Aufforderung zu einem vorbereitenden Meinungsaustausch über die Schutzrechtslage dar, sondern sei eine Inanspruchnahme wegen einer vermeintlichen Rechtsverletzung.
12 
Die Klägerin beantragt,
13 
die Beklagte zu verurteilen, an die Klägerin 5.105,00 EUR nebst Zinsen von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 17.02.2006 sowie außergerichtliche Mahnkosten in Höhe von 239,75 EUR zu zahlen.
14 
Die Beklagte beantragt,
15 
die Klage abzuweisen.
16 
Die Beklagte meint, der Klägerin stehe kein Schadensersatzanspruch wegen eines Eingriffs in den eingerichteten ausgeübten Gewerbebetrieb zu, da das Schreiben vom 23.11.2005 keine Verwarnung, sondern eine bloße Berechtigungsanfrage darstelle.
17 
Auf die gewechselten Schriftsätze nebst Anlagen wird ergänzend ebenso verwiesen wie auf das Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 02.02.2007.

Entscheidungsgründe

 
18 
Die zulässige Klage ist unbegründet.
19 
Nach ständiger und durch den Beschluss des Großen Senats für Zivilsachen des Bundesgerichthofs v. 15.07.2005 (BGH, GSZ 1/04, GRUR 2005, 882 ff. - unberechtigte Schutzrechtsverwarnung) erneut bestätigte höchstrichterliche Rechtsprechung kann eine unberechtigte Schutzrechtsverwarnung unter dem Gesichtspunkt eines rechtswidrigen und schuldhaften Eingriffs in das Recht am eingerichteten ausgeübten Gewerbebetrieb gemäß § 823 Abs. 1 BGB den Verwarnenden zum Schadensersatz verpflichten. Die unberechtigte Schutzrechtsverwarnung stellt einen derartigen rechtswidrigen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb des Verwarnten dar.
20 
Die Schutzrechtsverwarnung ist dabei allerdings gegen die bloße Berechtigungsanfrage abzugrenzen. Während die Berechtigungsanfrage eine Einladung an die Gegenseite darstellt, in einen Gedankenaustausch über die Frage der Verletzung und des Rechtsbestandes einzutreten, setzt die Schutzrechtsverwarnung zumindest voraus, dass ein ernsthaftes und endgültiges Unterlassungsbegehren ausgesprochen wird (st. Rspr. BGHZ 38, 200, 203 f. - Kindernähmaschinen; BGH, Urt. v. 19.01.1979 - I ZR 166/76, GRUR 1979, 332, 333 f. - Brombeerleuchte; Urt. v. 23.02.1995 - I ZR 15/93, GRUR 1995, 424, 425 - Abnehmerverwarnung; Urt. v. 10.07.1997 - I ZR 42/95, GRUR 1997, 896 ff. - Mecki-Igel III; OLG Karlsruhe, GRUR 1984, 143, 144; vgl. auch ausführlich: Kammer, Urt. v. 7.4.2006 - 7 O 47/06, Umdruck S. 7 ff.).
21 
Ein solches Unterlassungsbegehren kann dem Schreiben der Beklagten vom 23.11.2005 (Anlage K 2) entgegen der Ansicht der Klägerin nicht entnommen werden. Das Schreiben stellt eine bloße Berechtigungsanfrage dar.:
22 
In dem Schreiben teilt die Beklagte mit, dass sie Inhaberin des deutschen Gebrauchsmusters 269 20 687 ist und fügt diese Schrift - wie es ausdrücklich heißt - „zu Ihrer Information“ dem Schreiben bei. Sodann wird in knappen Worten der Inhalt der Gebrauchsmusterschrift beschrieben. Anschließend teilt die Beklagte mit, welche Umstände sie zu dem Verfassen des Schreibens vom 23.11.2005 veranlasst. Sie stellt fest, dass die Klägerin auf einer Messe Mikroinstrumente, insbesondere Mikroscheren, -pinzetten und -nadelhalter ausgestellt hat und als Neuheit angepriesen hatte, die - so der Vorwurf der Beklagten - die durch das Gebrauchsmuster geschützte Beschichtung aufweisen. Sodann teilt die Beklagte mit, dass die Klägerin damit in das Schutzrecht der Beklagten eingreift und fordert sie unter Fristsetzung zur Äußerung auf, warum sich die Klägerin für berechtigt hält, das Schutzrecht der Beklagten nicht beachten zu müssen. Keinem der angeführten Umstände kann ein ernsthaftes und endgültiges Unterlassungsbegehren entnommen werden. Die Gebrauchsmusterschrift wird ausschließlich zur Information vorgelegt. Soweit die Beklagte deren Inhalt wiedergibt, liegt auch hierin kein Unterlassungsbegehren. Indem die Beklagte mitteilt, welche konkrete Ausführungsform ihrer Auffassung nach in ihr Schutzrecht eingreift, stellt dies ebenfalls keine Geltendmachung eines Unterlassungsbegehrens, geschweige denn eines ernsthaften und endgültigen Unterlassungsbegehrens dar. Die daran anschließende Fristsetzung erfolgt mit der für Berechtigungsfragen typischen Wendung, dass die Klägerin mitteilen solle, aus welchen Gründen sie sich für berechtigt halte, das Schutzrecht nicht beachten zu müssen und stellt damit ebenfalls kein geltend gemachtes Unterlassungsbegehren dar.
23 
Soweit sich die Klägerin darauf stützt, dass das Schreiben im Betreff bezeichnet ist mit „wegen Gebrauchsmusterverletzung“, liegt auch hierin keine Geltendmachung eines Unterlassungsbegehrens. Es wird lediglich die Rechtsansicht der Beklagten bezeichnet, die zu dem Schreiben vom 23.11.2005 geführt hat. Anders als in dem von der Klägerin angeführten Fall „Brombeerleuchte“ des Bundesgerichtshofs (GRUR 1979, 332, 333 f.) lässt sich dem Schreiben vom 23.11.2005 auch der Sache nach keine Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs entnehmen. In dem durch den Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hatte der Verwarnende ausgeführt, dass die beanstandete Ausführungsform eine Verletzung der bestehenden Rechte des Verwarnenden (u.a.) darstelle und der Auftrag erteilt sei, gegen jeden Verletzer dieser Rechte Klage einzureichen. Ergänzend war in dem Schreiben angefügt, dass der Verwarnte hiermit die Möglichkeit habe, sich vor Schaden zu bewahren. Im dortigen Schreiben war zwar den Worten nach die Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs nicht ausdrücklich genannt worden. Das Unterlassungsbegehren war aber durch die Klageandrohung und die Möglichkeit der Abwendung weiteren Schadens der Sache nach geltend gemacht worden. Vergleichbare Ausführungen lassen dem Schreiben vom 23.11.2005 nicht entnehmen.
24 
Da das Schreiben lediglich eine Berechtigungsanfrage darstellt, fehlt es an einem Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb und steht der Klägerin daher dem Grunde nach gegenüber der Beklagten nach § 823 Abs. 1 BGB kein Schadensersatzanspruch zu.
25 
Die Kostenentscheidung ergibt sich aus § 91 Abs. 1 S. 1 ZPO, die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit ergibt sich aus §§ 708 Nr. 11, 711 ZPO.
26 
Beschluss
27 
Der Streitwert wird festgesetzt auf 5.105,00 EUR (i.W. fünftausendeinhundertfünf Euro).

Gründe

 
18 
Die zulässige Klage ist unbegründet.
19 
Nach ständiger und durch den Beschluss des Großen Senats für Zivilsachen des Bundesgerichthofs v. 15.07.2005 (BGH, GSZ 1/04, GRUR 2005, 882 ff. - unberechtigte Schutzrechtsverwarnung) erneut bestätigte höchstrichterliche Rechtsprechung kann eine unberechtigte Schutzrechtsverwarnung unter dem Gesichtspunkt eines rechtswidrigen und schuldhaften Eingriffs in das Recht am eingerichteten ausgeübten Gewerbebetrieb gemäß § 823 Abs. 1 BGB den Verwarnenden zum Schadensersatz verpflichten. Die unberechtigte Schutzrechtsverwarnung stellt einen derartigen rechtswidrigen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb des Verwarnten dar.
20 
Die Schutzrechtsverwarnung ist dabei allerdings gegen die bloße Berechtigungsanfrage abzugrenzen. Während die Berechtigungsanfrage eine Einladung an die Gegenseite darstellt, in einen Gedankenaustausch über die Frage der Verletzung und des Rechtsbestandes einzutreten, setzt die Schutzrechtsverwarnung zumindest voraus, dass ein ernsthaftes und endgültiges Unterlassungsbegehren ausgesprochen wird (st. Rspr. BGHZ 38, 200, 203 f. - Kindernähmaschinen; BGH, Urt. v. 19.01.1979 - I ZR 166/76, GRUR 1979, 332, 333 f. - Brombeerleuchte; Urt. v. 23.02.1995 - I ZR 15/93, GRUR 1995, 424, 425 - Abnehmerverwarnung; Urt. v. 10.07.1997 - I ZR 42/95, GRUR 1997, 896 ff. - Mecki-Igel III; OLG Karlsruhe, GRUR 1984, 143, 144; vgl. auch ausführlich: Kammer, Urt. v. 7.4.2006 - 7 O 47/06, Umdruck S. 7 ff.).
21 
Ein solches Unterlassungsbegehren kann dem Schreiben der Beklagten vom 23.11.2005 (Anlage K 2) entgegen der Ansicht der Klägerin nicht entnommen werden. Das Schreiben stellt eine bloße Berechtigungsanfrage dar.:
22 
In dem Schreiben teilt die Beklagte mit, dass sie Inhaberin des deutschen Gebrauchsmusters 269 20 687 ist und fügt diese Schrift - wie es ausdrücklich heißt - „zu Ihrer Information“ dem Schreiben bei. Sodann wird in knappen Worten der Inhalt der Gebrauchsmusterschrift beschrieben. Anschließend teilt die Beklagte mit, welche Umstände sie zu dem Verfassen des Schreibens vom 23.11.2005 veranlasst. Sie stellt fest, dass die Klägerin auf einer Messe Mikroinstrumente, insbesondere Mikroscheren, -pinzetten und -nadelhalter ausgestellt hat und als Neuheit angepriesen hatte, die - so der Vorwurf der Beklagten - die durch das Gebrauchsmuster geschützte Beschichtung aufweisen. Sodann teilt die Beklagte mit, dass die Klägerin damit in das Schutzrecht der Beklagten eingreift und fordert sie unter Fristsetzung zur Äußerung auf, warum sich die Klägerin für berechtigt hält, das Schutzrecht der Beklagten nicht beachten zu müssen. Keinem der angeführten Umstände kann ein ernsthaftes und endgültiges Unterlassungsbegehren entnommen werden. Die Gebrauchsmusterschrift wird ausschließlich zur Information vorgelegt. Soweit die Beklagte deren Inhalt wiedergibt, liegt auch hierin kein Unterlassungsbegehren. Indem die Beklagte mitteilt, welche konkrete Ausführungsform ihrer Auffassung nach in ihr Schutzrecht eingreift, stellt dies ebenfalls keine Geltendmachung eines Unterlassungsbegehrens, geschweige denn eines ernsthaften und endgültigen Unterlassungsbegehrens dar. Die daran anschließende Fristsetzung erfolgt mit der für Berechtigungsfragen typischen Wendung, dass die Klägerin mitteilen solle, aus welchen Gründen sie sich für berechtigt halte, das Schutzrecht nicht beachten zu müssen und stellt damit ebenfalls kein geltend gemachtes Unterlassungsbegehren dar.
23 
Soweit sich die Klägerin darauf stützt, dass das Schreiben im Betreff bezeichnet ist mit „wegen Gebrauchsmusterverletzung“, liegt auch hierin keine Geltendmachung eines Unterlassungsbegehrens. Es wird lediglich die Rechtsansicht der Beklagten bezeichnet, die zu dem Schreiben vom 23.11.2005 geführt hat. Anders als in dem von der Klägerin angeführten Fall „Brombeerleuchte“ des Bundesgerichtshofs (GRUR 1979, 332, 333 f.) lässt sich dem Schreiben vom 23.11.2005 auch der Sache nach keine Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs entnehmen. In dem durch den Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hatte der Verwarnende ausgeführt, dass die beanstandete Ausführungsform eine Verletzung der bestehenden Rechte des Verwarnenden (u.a.) darstelle und der Auftrag erteilt sei, gegen jeden Verletzer dieser Rechte Klage einzureichen. Ergänzend war in dem Schreiben angefügt, dass der Verwarnte hiermit die Möglichkeit habe, sich vor Schaden zu bewahren. Im dortigen Schreiben war zwar den Worten nach die Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs nicht ausdrücklich genannt worden. Das Unterlassungsbegehren war aber durch die Klageandrohung und die Möglichkeit der Abwendung weiteren Schadens der Sache nach geltend gemacht worden. Vergleichbare Ausführungen lassen dem Schreiben vom 23.11.2005 nicht entnehmen.
24 
Da das Schreiben lediglich eine Berechtigungsanfrage darstellt, fehlt es an einem Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb und steht der Klägerin daher dem Grunde nach gegenüber der Beklagten nach § 823 Abs. 1 BGB kein Schadensersatzanspruch zu.
25 
Die Kostenentscheidung ergibt sich aus § 91 Abs. 1 S. 1 ZPO, die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit ergibt sich aus §§ 708 Nr. 11, 711 ZPO.
26 
Beschluss
27 
Der Streitwert wird festgesetzt auf 5.105,00 EUR (i.W. fünftausendeinhundertfünf Euro).

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ZPO | Zivilprozessordnung


Buch 1 Allgemeine Vorschriften Abschnitt 1 Gerichte Titel 1 Sachliche Zuständigkeit der Gerichte und Wertvorschriften § 1 Sachliche Zuständigkeit Die sachliche Zuständigkeit der Gerichte wird...

ZPO | § 708 Vorläufige Vollstreckbarkeit ohne Sicherheitsleistung


Für vorläufig vollstreckbar ohne Sicherheitsleistung sind zu erklären: 1. Urteile, die auf Grund eines Anerkenntnisses oder eines Verzichts ergehen; 2. Versäumnisurteile und Urteile nach Lage der Akten gegen die säumige Partei gemäß § 331a; 3....

ZPO | § 91 Grundsatz und Umfang der Kostenpflicht


(1) Die unterliegende Partei hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen, insbesondere die dem Gegner erwachsenen Kosten zu erstatten, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig waren. Die Kostenerstattung...

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Landgericht Mannheim Urteil, 07. Apr. 2006 - 7 O 47/06

bei uns veröffentlicht am 07.04.2006

----- Tenor ----- 1. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wird zurückgewiesen. 2. Die Verfügungsklägerin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. 3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Verfügungsklägerin darf die...

Referenzen

Tenor

1. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wird zurückgewiesen.

2. Die Verfügungsklägerin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Verfügungsklägerin darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 120% des zu vollstreckenden Betrages abwenden, wenn nicht die Verfügungsbeklagten vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leisten.

Tenor

1. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung wird zurückgewiesen.

2. Die Verfügungsklägerin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Verfügungsklägerin darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 120% des zu vollstreckenden Betrages abwenden, wenn nicht die Verfügungsbeklagten vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher Höhe leisten.

BGB

Dieses Gesetz dient der Umsetzung folgender Richtlinien:

1.
Richtlinie 76/207/EWG des Rates vom 9. Februar 1976 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen hinsichtlich des Zugangs zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und zum beruflichen Aufstieg sowie in Bezug auf die Arbeitsbedingungen (ABl. EG Nr. L 39 S. 40),
2.
Richtlinie 77/187/EWG des Rates vom 14. Februar 1977 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Wahrung von Ansprüchen der Arbeitnehmer beim Übergang von Unternehmen, Betrieben oder Betriebsteilen (ABl. EG Nr. L 61 S. 26),
3.
Richtlinie 85/577/EWG des Rates vom 20. Dezember 1985 betreffend den Verbraucherschutz im Falle von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen (ABl. EG Nr. L 372 S. 31),
4.
Richtlinie 87/102/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Verbraucherkredit (ABl. EG Nr. L 42 S. 48), zuletzt geändert durch die Richtlinie 98/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 1998 zur Änderung der Richtlinie 87/102/EWG zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Verbraucherkredit (ABl. EG Nr. L 101 S. 17),
5.
Richtlinie 90/314/EWG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 1990 über Pauschalreisen (ABl. EG Nr. L 158 S. 59),
6.
Richtlinie 93/13/EWG des Rates vom 5. April 1993 über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen (ABl. EG Nr. L 95 S. 29),
7.
Richtlinie 94/47/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Oktober 1994 zum Schutz der Erwerber im Hinblick auf bestimmte Aspekte von Verträgen über den Erwerb von Teilzeitnutzungsrechten an Immobilien (ABl. EG Nr. L 280 S. 82),
8.
der Richtlinie 97/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Januar 1997 über grenzüberschreitende Überweisungen (ABl. EG Nr. L 43 S. 25),
9.
Richtlinie 97/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Mai 1997 über den Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz (ABl. EG Nr. L 144 S. 19),
10.
Artikel 3 bis 5 der Richtlinie 98/26/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Wirksamkeit von Abrechnungen in Zahlungs- und Wertpapierliefer- und -abrechnungssystemen vom 19. Mai 1998 (ABl. EG Nr. L 166 S. 45),
11.
Richtlinie 1999/44/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Mai 1999 zu bestimmten Aspekten des Verbrauchsgüterkaufs und der Garantien für Verbrauchsgüter (ABl. EG Nr. L 171 S. 12),
12.
Artikel 10, 11 und 18 der Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt ("Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr", ABl. EG Nr. L 178 S. 1),
13.
Richtlinie 2000/35/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. Juni 2000 zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr (ABl. EG Nr. L 200 S. 35).

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

(2) Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.

(1) Die unterliegende Partei hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen, insbesondere die dem Gegner erwachsenen Kosten zu erstatten, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig waren. Die Kostenerstattung umfasst auch die Entschädigung des Gegners für die durch notwendige Reisen oder durch die notwendige Wahrnehmung von Terminen entstandene Zeitversäumnis; die für die Entschädigung von Zeugen geltenden Vorschriften sind entsprechend anzuwenden.

(2) Die gesetzlichen Gebühren und Auslagen des Rechtsanwalts der obsiegenden Partei sind in allen Prozessen zu erstatten, Reisekosten eines Rechtsanwalts, der nicht in dem Bezirk des Prozessgerichts niedergelassen ist und am Ort des Prozessgerichts auch nicht wohnt, jedoch nur insoweit, als die Zuziehung zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig war. Die Kosten mehrerer Rechtsanwälte sind nur insoweit zu erstatten, als sie die Kosten eines Rechtsanwalts nicht übersteigen oder als in der Person des Rechtsanwalts ein Wechsel eintreten musste. In eigener Sache sind dem Rechtsanwalt die Gebühren und Auslagen zu erstatten, die er als Gebühren und Auslagen eines bevollmächtigten Rechtsanwalts erstattet verlangen könnte.

(3) Zu den Kosten des Rechtsstreits im Sinne der Absätze 1, 2 gehören auch die Gebühren, die durch ein Güteverfahren vor einer durch die Landesjustizverwaltung eingerichteten oder anerkannten Gütestelle entstanden sind; dies gilt nicht, wenn zwischen der Beendigung des Güteverfahrens und der Klageerhebung mehr als ein Jahr verstrichen ist.

(4) Zu den Kosten des Rechtsstreits im Sinne von Absatz 1 gehören auch Kosten, die die obsiegende Partei der unterlegenen Partei im Verlaufe des Rechtsstreits gezahlt hat.

Für vorläufig vollstreckbar ohne Sicherheitsleistung sind zu erklären:

1.
Urteile, die auf Grund eines Anerkenntnisses oder eines Verzichts ergehen;
2.
Versäumnisurteile und Urteile nach Lage der Akten gegen die säumige Partei gemäß § 331a;
3.
Urteile, durch die gemäß § 341 der Einspruch als unzulässig verworfen wird;
4.
Urteile, die im Urkunden-, Wechsel- oder Scheckprozess erlassen werden;
5.
Urteile, die ein Vorbehaltsurteil, das im Urkunden-, Wechsel- oder Scheckprozess erlassen wurde, für vorbehaltlos erklären;
6.
Urteile, durch die Arreste oder einstweilige Verfügungen abgelehnt oder aufgehoben werden;
7.
Urteile in Streitigkeiten zwischen dem Vermieter und dem Mieter oder Untermieter von Wohnräumen oder anderen Räumen oder zwischen dem Mieter und dem Untermieter solcher Räume wegen Überlassung, Benutzung oder Räumung, wegen Fortsetzung des Mietverhältnisses über Wohnraum auf Grund der §§ 574 bis 574b des Bürgerlichen Gesetzbuchs sowie wegen Zurückhaltung der von dem Mieter oder dem Untermieter in die Mieträume eingebrachten Sachen;
8.
Urteile, die die Verpflichtung aussprechen, Unterhalt, Renten wegen Entziehung einer Unterhaltsforderung oder Renten wegen einer Verletzung des Körpers oder der Gesundheit zu entrichten, soweit sich die Verpflichtung auf die Zeit nach der Klageerhebung und auf das ihr vorausgehende letzte Vierteljahr bezieht;
9.
Urteile nach §§ 861, 862 des Bürgerlichen Gesetzbuchs auf Wiedereinräumung des Besitzes oder auf Beseitigung oder Unterlassung einer Besitzstörung;
10.
Berufungsurteile in vermögensrechtlichen Streitigkeiten. Wird die Berufung durch Urteil oder Beschluss gemäß § 522 Absatz 2 zurückgewiesen, ist auszusprechen, dass das angefochtene Urteil ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar ist;
11.
andere Urteile in vermögensrechtlichen Streitigkeiten, wenn der Gegenstand der Verurteilung in der Hauptsache 1.250 Euro nicht übersteigt oder wenn nur die Entscheidung über die Kosten vollstreckbar ist und eine Vollstreckung im Wert von nicht mehr als 1.500 Euro ermöglicht.