Rechtsgebiet
Scalping
5 Urteile im Überblick
Dieser Text wurde von einer KI erstellt. Die redaktionelle Kontrolle durch einen Menschen steht noch aus.
Das „Scalping“ ist eine dogmatisch raffinierte und extrem schädliche Marktmanipulation. Ein Täter kauft heimlich extrem billige, illiquide Aktien (Penny-Stocks) auf eigene Rechnung. Danach empfiehlt er als angeblicher „Börsenguru“ in Newslettern genau diese Aktien ahnungslosen Anlegern als heißen Tipp zum Kauf, verschweigt aber seinen massiven Eigenbestand. Wenn die manipulierten Anleger kaufen, treibt dies den Kurs zwingend in die Höhe, woraufhin der Täter seine Aktien mit enormem Gewinn abstößt (er „skalpiert“ den Markt). Das europäische Aufsichtsrecht verbietet diese Manipulation in Art. 15 MAR (Marktmissbrauchsverordnung) als hochgradig illegale Informationsmanipulation. Die strafrechtliche Sanktionierung vollzieht das deutsche Recht über § 119 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz). Wer durch verdeckt eigennützige Empfehlungen den Börsenkurs objektiv nachweisbar beeinflusst (Erfolgsdelikt), macht sich zwingend strafbar; ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Selbst der bloße, noch erfolglose Versuch des Scalpings wird vom Gesetzgeber nach § 119 Abs. 4 WpHG als Straftat absolut geahndet.
Das OLG München hat mit dem Beschluss vom 03.03.2011 (Az: 2 Ws 87-11) folgendes entschieden: Die Verbreitung von Stellungnahmen oder Gerüchten zu Finanzinstrumenten oder deren Emittenten … Weiterlesen ›
Der BGH hat mit dem Urteil vom 06.11.2003 (Az: 1 StR 24/03) folgendes entschieden: Der Erwerb von Insiderpapieren in der Absicht, sie anschließend einem anderen zum Erwerb zu empfehlen, um sie dann … Weiterlesen ›
Begriff des Scalpings: Unter Scalping versteht man den Erwerb von Insiderpapieren in der Absicht, sie anderen zum Erwerb zu empfehlen, um sie nach einem (infolge der Empfehlung) steigenden Kurs mit … Weiterlesen ›
Für dieses Unterthema zeigen wir die Inhalte des übergeordneten Gebiets „Anlegerstrafrecht“.
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