Rechtsgebiet
Unfall und Haftung
2 Schlüsselnormen · 5 Urteile im Überblick
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Die Regulierung von Verkehrsunfällen basiert im deutschen Recht auf einem dualen System aus Gefährdungshaftung und Verschuldenshaftung. Dies stellt sicher, dass Unfallopfer auch dann finanziell abgesichert sind, wenn dem Verursacher kein direkter Fahrfehler nachgewiesen werden kann.
Die Gefährdungshaftung ist in § 7 Abs. 1 StVG (Straßenverkehrsgesetz) normiert. Danach haftet der Halter eines Kraftfahrzeugs verschuldensunabhängig für Schäden, die „bei dem Betrieb“ seines Fahrzeugs entstehen. Ein Entlastungsbeweis ist nur möglich, wenn der Unfall durch höhere Gewalt oder ein unabwendbares Ereignis (§ 17 Abs. 3 StVG) verursacht wurde.
Daneben tritt die Verschuldenshaftung des Fahrers gemäß § 18 StVG. Im Außenverhältnis zum Geschädigten haften der Fahrzeughalter, der Fahrer und die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung als Gesamtschuldner (§ 115 VVG). Sind an einem Unfall mehrere Fahrzeuge beteiligt und lässt sich der Hergang nicht aufklären, kommt es gemäß § 17 StVG zu einer Haftungsabwägung anhand der jeweiligen Betriebsgefahren (oft Schadensteilung 50:50).
Steht fest, dass sich der Auffahrunfall im zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit einem Überholvorgang kurz vor der Ausfahrt einer Autobahn ereignet hat, an der beide Verkehrsteilnehmer die … Weiterlesen ›
Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm im Fall eines Rollerfahrers entschieden, der in den Kreuzungsbereich eingefahren war, als seine Ampel auf Grün umsprang. Weiterlesen ›
Wer beim Überqueren eines Zebrastreifens auf seinem Rad fährt und nicht absteigt und schiebt, muss bei einem Unfall zumindest eine Teilschuld tragen. Weiterlesen ›
Für dieses Unterthema zeigen wir die Inhalte des übergeordneten Gebiets „Verkehrsrecht“.
Schlüsselnormen
- § 1 StVUnfStatG1990V§ 1
- § 2 StVUnfStatG1990VInkrafttreten
Aktuelle Urteile
neueste zuerst- BGHBGH, 07.07.2026 – VI ZR 248/25VI ZR 248/25 · 07.07.2026 · Beschluss
- BVerfGErfolgreicher Eilantrag im Verfassungsbeschwerdeverfahren: Aussetzung der Vollstreckung aus einem Bußgeldbescheid - Folgenabwägung2 BvR 1161/26 · 03.07.2026 · Einstweilige Anordnung
- EUGHAR und Procureur général de Mons gegen HLVerbundene Rechtssachen C-722/23 und C-91/24 · 04.06.2026
- EUGHReference for a preliminary ruling – Judicial cooperation in criminal matters – European arrest warrant – Framework Decision 2002/584/JHA – Article 1(3) – Grounds for refusal of execution – Risk of the requested person suffering inhuman or degrading treatment prohibited by Article 4 of the Charter of Fundamental Rights of the European Union – Article 4(6) – Ground for optional non-execution – Undertaking of the Member State to enforce the sentence in accordance with its domestic law – Framework Decision 2008/909/JHA – Mutual recognition of judgments in criminal matters – Article 4(5) – Request by the executing Member State to the issuing Member State to forward to it the judgment imposing a custodial sentence with a view to enforcing that sentence on its territoryVerbundene Rechtssachen C-722/23 und C-91/24 · 04.06.2026
- EUGHReenvio prejudicial — Cooperação judiciária em matéria penal — Mandado de detenção europeu — Decisão‑Quadro 2002/584/JAI — Artigo 1.°, n.° 3 — Motivos de recusa de execução — Risco de a pessoa procurada sofrer tratamentos desumanos ou degradantes proibidos pelo artigo 4.° da Carta dos Direitos Fundamentais da União Europeia — Artigo 4.°, ponto 6 — Motivos de não execução facultativa — Compromisso de o Estado‑Membro de execução executar a pena nos termos do seu direito nacional — Decisão‑Quadro 2008/909/JAI — Reconhecimento mútuo das sentenças em matéria penal — Artigo 4.°, n.° 5 — Pedido do Estado‑Membro de execução ao Estado‑Membro de emissão para que lhe transmita a sentença que impõe uma pena de prisão com vista à respetiva execução no seu territórioVerbundene Rechtssachen C-722/23 und C-91/24 · 04.06.2026
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