Rechtsgebiet
Kindesunfälle
3 Urteile im Überblick
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Verkehrsunfälle mit Kindern gehören zu den tragischsten Ereignissen im Straßenverkehr. Das Schadensersatzrecht berücksichtigt die fehlende Reife und das mangelnde Gefahrenbewusstsein von Kindern durch massive rechtliche Privilegierungen, die oftmals zur vollen Haftung des Kraftfahrers führen.
Juristischer Dreh- und Angelpunkt ist die Deliktsfähigkeit. Gemäß § 828 Abs. 1 BGB ist ein Kind, das das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet hat deliktsunfähig. Verursacht es einen Unfall, kann es in der Regel nicht haftbar gemacht werden. Eine Ausnahme ist die Billigkeitshaftung nach § 829 BGB: Sie greift, wenn der Geschädigte von keinem Aufsichtspflichtigen Ersatz erlangen kann und die Vermögenslage der Beteiligten eine Schadloshaltung erfordert. Ihm kann auch kein Mitverschulden (§ 254 BGB) angelastet werden. Der Autofahrer haftet aus der strengen Betriebsgefahr (§ 7 StVG) in der Regel zu 100 Prozent.
Für den Straßenverkehr wurde der Schutz ausgeweitet: Gemäß § 828 Abs. 2 BGB ist ein Kind zwischen 7 und 10 Jahren für Unfälle mit Kraftfahrzeugen ebenfalls nicht haftbar (außer bei Vorsatz). Von den Eltern kann der Autofahrer nur Schadensersatz verlangen, wenn diese ihre gesetzliche Aufsichtspflicht (§ 832 BGB) massiv und schuldhaft verletzt haben, was die Rechtsprechung bei älteren Kindern jedoch selten annimmt.
Besonderheiten bei Kindesunfällen Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr werfen besondere Fragen auf, sowohl in Bezug auf die Haftung als auch auf die Art der Schadensregulierung: Haftungsfragen … Weiterlesen ›
Kinder unter 10 Jahren sind im bewegten Straßenverkehr grundsätzlich überfordert. Sie haften daher nicht für Schäden, die sie in diesem Zusammenhang verursachen. Weiterlesen ›
Für dieses Unterthema zeigen wir die Inhalte des übergeordneten Gebiets „Schadensregulierung bei Verkehrsunfällen“.
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