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Staatsanleihen

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Staatsanleihen (Rentenpapiere oder Schuldverschreibungen) sind verzinsliche Wertpapiere, die von Staaten begeben werden, um den staatlichen Finanzbedarf zu decken. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich um eine Inhaberschuldverschreibung gemäß § 793 BGB. Der Käufer gewährt dem Staat als Emittenten einen Kredit. Im Gegenzug verpflichtet sich der Staat, während der festen Laufzeit regelmäßige Zinsen (Kupons) zu zahlen und den Nominalwert vollständig zu tilgen.

Galten Staatsanleihen jahrzehntelang als die sicherste aller Anlageformen (mündelsichere Anlage), hat die europäische Staatsschuldenkrise gezeigt, dass auch sie ein massives Bonitäts- und Ausfallrisiko bergen. Kann ein Staat seine Schulden nicht mehr bedienen (Staatsbankrott), haften bei ungesicherten Staatsanleihen weder internationale Rettungsfonds automatisch noch andere Staaten. Im Falle eines Schuldenschnitts werden Gläubiger durch Gesetz oder kollektive Umschuldungsklauseln (Collective Action Clauses) gezwungen, auf einen erheblichen Teil der Forderungen zu verzichten (für neue Anleihen der Eurozone rechtlich bindend vorgeschrieben).

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Rechtsanwalt Dirk Streifler

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Rechtsanwalt Dirk Streifler

Der BGH hat in seinem Urteil vom 24.02.2015 (Az.: XI ZR 47/14) folgendes entschieden: Tatbestand: Der Kläger macht gegen den beklagten Staat Zinsansprüche aus einer von diesem begebenen … Weiterlesen ›

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