Landgericht

Landgericht

16.08.2008
beiRechtsanwalt Dirk Streifler - Partner
S & K Rechtsanwälte - Rechtsanwaltskanzlei in Berlin Mitte
Das Landgericht (LG) gehört zur ordentlichen Gerichtsbarkeit und steht im Gerichtsaufbau zwischen dem Amts- und dem Oberlandesgericht. Grundsätzlich gehören mehrere Amtsgerichte dem Landgerichtsbezirk an. Die Ausnahme bilden Stadtstaaten, in denen einem Oberlandesgericht nur ein Landgericht zugeordnet ist.


Die Zuständigkeit der Landgerichte ist in den §§ 71-74c des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) geregelt.

Bei zivilrechtlichen Verfahren ist das Landgericht grundsätzlich Erstinstanz, wenn der Streitwert über 5.000 Euro liegt und zweite Instanz bei der Berufung gegen die Urteile eines Amtsgerichts, ausgenommen Kindschafts- und Familiensachen.

Die zuständigen Zivilkammern sind mit drei Richtern besetzt (§ 75 GVG). Dies gilt nicht für Handelssachen, da hier besondere Kammern gebildet werden können.

Vor den Landgerichten und Oberlandesgerichten müssen sich die Parteien durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen (§ 78 Abs. 1 ZPO).

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Wirtschaftsrecht / Existenzgründung / Insolvenzrecht / Gesellschaftsrecht / Strafrecht
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Die Zivilkammern sind, soweit nicht nach den Vorschriften der Prozeßgesetze an Stelle der Kammer der Einzelrichter zu entscheiden hat, mit drei Mitgliedern einschließlich des Vorsitzenden besetzt.

(1) Vor den Landgerichten und Oberlandesgerichten müssen sich die Parteien durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Ist in einem Land auf Grund des § 8 des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetz ein oberstes Landesgericht errichtet, so müssen sich die Parteien vor diesem ebenfalls durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Vor dem Bundesgerichtshof müssen sich die Parteien durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen.

(2) Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse können sich als Beteiligte für die Nichtzulassungsbeschwerde durch eigene Beschäftigte mit Befähigung zum Richteramt oder durch Beschäftigte mit Befähigung zum Richteramt anderer Behörden oder juristischer Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse vertreten lassen.

(3) Diese Vorschriften sind auf das Verfahren vor einem beauftragten oder ersuchten Richter sowie auf Prozesshandlungen, die vor dem Urkundsbeamten der Geschäftsstelle vorgenommen werden können, nicht anzuwenden.

(4) Ein Rechtsanwalt, der nach Maßgabe der Absätze 1 und 2 zur Vertretung berechtigt ist, kann sich selbst vertreten.