Fachartikel: Reiserecht

Urlaub: Nicht immer die schönsten Wochen des Jahres

Datum:
23.04.2014

Autor:
Rechtsanwältin Tina Dreistadt
Rechtsgebiete:

Urlaubszeit, die eigentlich schönste Zeit des Jahres, wird oftmals zum Ärgernis, weil der Urlaub vor Ort nicht das hält, was der Anbieter verspricht. \r \r Pauschalurlauber werden in solchen Fällen durch das deutsche Reiserecht geschützt. Von Pauschalreisen spricht man, wenn der Reiseveranstalter die komplette Reise, sprich Transfer, Flug, Hotel, u.ä. anbietet. Treten Mängel auf, ist der richtige Ansprechpartner nicht das Reisebüro, sondern ausschließlich der Reiseveranstalter, der für alle mangelhaften Leistungen, auch wenn sie im Ausland erbracht wurden, nach deutschem Recht einzustehen hat. \r \r Hier gilt es einiges zu beachten: Zeigen Sie zunächst die Mängel der Reiseleitung vor Ort an und fordern Sie Abhilfe. Dieses sog. Abhilfeverlangen ist wichtig; nur dadurch wahren Sie all ihre Rechte. Treffen Sie keinen örtlichen Reiseleiter an, reklamieren Sie umgehend beim Reiseveranstalter in Deutschland; am besten per Fax oder E-Mail. Halten Sie die Mängel fotografisch fest. Tauschen Sie mit anderen Mitreisenden, die die Mängel bestätigen können, Adressen aus.\r \r Hat die Reiseleitung vor Ort nicht abgeholfen und sind die Mängel nicht beseitigt, können Sie nach Beendigung der Reise Ihre Ansprüche geltend machen, wie z.B. Minderung des Reisepreises, also die Rückforderung eines Teils des Pauschalpreises oder Schadenersatz, z.B. für eine Ersatzunterkunft oder für Verspätung, vielleicht auch für nutzlos vertane Urlaubszeit.\r \r Beachten Sie in jedem Fall die einmonatige Ausschlussfrist: Innerhalb eines Monats nach Reiseende müssen die Ansprüche beim Reiseveranstalter geltend gemacht werden. Zum Nachweis empfiehlt sich hier ein Einschreiben, das innerhalb der Monatsfrist beim Reiseveranstalter eingehen muss. Noch besser: Gehen Sie innerhalb der Monatsfrist zum Anwalt. Wir sind darauf spezialisiert.\r
Profilbild von Rechtsanwältin Tina Dreistadt

Rechtsanwältin Dreistadt ist seit 2012 in der Kanzlei Alexander tätig. Das dreiköpfige Anwaltsteam deckt alle wichtigen juristischen Bereiche ab. Im März 2017 wurde Rechtsanwältin Dreistadt zur Fachanwältin für Arbeitsrecht ernannt. Neben Ihrer Anwaltstätigkeit ist Sie Dozentin an einer Hochschule.

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