Fachartikel: Erbrecht

Erbvolument durch die Hans-Böckler-Stiftung geschätzt


Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung belegt, dass deutlich mehr vererbt wirt als bisher angenommen. Man geht davon aus, dass bis 2027 gut ein Viertel mehr bei möglichen Erbschaften vererbt oder verschenkt wird. 

Insgesamt dürfte das Erbvolumen rund 400 Milliarden Euro pro Jahr betragen. 

Die im Einzelnen zu erwartenden Erbschaften betragen im Durchschnitt rund 171.000 Euro. Im obersten Fünftel der Verteilung sind es gut 372.000 Euro. Diese Aussagen bestätigen sich mit einer früheren Untersuchung der Deutschen Bank. 

Die Forscher konzentrieten sich auf Personen ab 70 Jahren in Deutschland. Ab diesem Alter nimmt die Sterbewahrscheinlichkeit deutlich zu. Der Vermögen das voraussichtlich bis 2017 vererbt wird beträgt aktuell 1,3 Billionen Euro. 

Die Datengrundlage für die Schätzung bilden das Sozioökonomische Panel (SOEP) mit dem Erhebungsjahr 2012 und die Sterbetafeln 2010/2012 des Statistischen Bundesamtes. 

Amtliche Statistiker darüber, wie viel genau vererbt oder verschenkt wird, existieren nicht 

Die Senioren stehen als vor der Aufgabe, die Erbangelegenheiten sorgfältig vorzubereiten, damit ihr Testierwille auch wirklich zum Tragen kommt. Dabei ist auch an die Einsetzung von Testamentsvollstrecken zu denken. Die Erbfälle werden durch die Anlagen in Immobilien, Aktien, Renten, Anleihen, Immobilienfonds und Schiffsfonds immer komplexer. Schließlich ist auch an Renten- und Lebensversicherungen zu denken.

Profilbild von Rechtsanwalt Karl-Heinz Steffens

Die Kanzlei Steffens ist seit 10 Jahren im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig. Es gehören aktuell die Prüfung von Lebensversicherungen und Rentenversicherungen wegen des Widerrufs dazu. Rechtsanwalt Karl-Heinz Steffens ist Mitautor des Praxishandbuch Schiffsfonds vom De Gruyter Verlag.

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